Geld sparen durch

Stiften & Spenden"

Wenn Kirche ihren Aufgaben im gewohnten Umfang nachkommen soll, muss auch sie sich zusätzliche Finanzquellen erschließen. Der Unterhalt von Kirchengebäuden, kulturelles Engagement, aber auch zahlreiche alte und neue diakonische Dienstleistungen (Beratungsstellen, Tagesstätten usw.) sind durch die bisherigen Finanzierungsmodelle nicht mehr gesichert. Es bedarf zuverlässiger Ergänzung und so gewinnen Spenden bzw. Stiftungen wieder an Bedeutung.

Diese Formen der Gemeinnützigkeit sind aber auch für die Geber in finanzieller Hinsicht interessant. Grund sind diverse steuerliche Vorteile, die der Staat gewährt. 

Wir haben für Sie Grundsätzliches zum Thema "Stiften & Spenden" zusammengestellt. Außerdem stellen wir Ihnen unter den oben stehenden Stichpunkten "Kirchengebäude", "Kirchenmusik" und "diakonische Aufgaben" die Fördervereine, Stiftungen und andere "spendenwürdige" Initiativen unseres Dekanats vor.

Allgemeine Erläuterungen

Spenden

Unsere Vereine, Stiftungen und Einrichtungen sind in der Regel vom Finanzamt als "gemeinnützig" anerkannt.  Daher können Einzelpersonen bis zu 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen. Für spendende Unternehmen besteht bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer die Möglichkeit des Spendenabzugs. Einzelzuwendungen von mehr als 25.565 Euro (Großspende) können auch innerhalb eines Sieben-Jahres-Zeitraumes steuerlich geltend gemacht werden.

       

Bei Spenden bis zu 100 Euro genügt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts in Verbindung mit einem vom Empfänger ausgestellten Beleg, der Angaben macht über den steuerbegünstigten Zweck, die Freistellung von der Körperschaftssteuer und darüber, ob es sich um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt (oft schon auf dem vorgedruckten Überweisungsformular vermerkt). Bei Beträgen über 100 Euro werden von den Empfängern Spendenbescheinigungen ausgestellt.

Eine Spende muss zeitnah und vollständig verwandt werden. Das heißt sie fließt sofort und in vollem Umfang dem angegebenen Zweck zu und hilft (nur) einmalig.

 

Stiften

    

"Stiften" heißt, Vermögen auf Dauer einem bestimmten Zweck zu widmen. Das in eine Stiftung eingebrachte Kapital darf in seinem Bestand nicht angetastet werden. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit der Stiftung gewährleistet. Eine Stiftung arbeitet allein mit den regelmäßigen Erträgen, die das Stiftungsvermögen erwirtschaftet. Diese kommen dem jeweiligen Stiftungszweck zugute.

Stiften ist das Richtige für all jene, die langfristig helfen und etwas Bleibendes für die Nachwelt schaffen möchten. Ziel einer Stiftung ist es, in die Zukunft zu investieren. Der Wille des Stifters lebt in den nachfolgenden Generationen weiter. Das Stiftungsvermögen kann gegebenenfalls durch weitere Zuwendungen aufgestockt werden.                                                              

Überzeugende Steuervorteile

Bei einer Zuwendung an eine Stiftung können Sie derzeit 20.450 Euro pro Jahr als Sonderausgabe steuermindernd geltend machen. Diese Steuervorteile können Sie nutzen, wenn Sie zum Beispiel eine Zustiftung machen, sich für eine zweckgebundene Zuwendung in einen Themenfonds entscheiden oder einen eigenen Namensfonds gründen. Bei einer Einzelzuwendung von mehr als 25.565 Euro (vgl. Großspendenregelung) kann dieser Betrag auch innerhalb eines Sieben-Jahres-Zeitraumes steuerlich geltend gemacht werden.

Sparen durch Stiften

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, eine Stiftung zu gründen? Dann können Sie im ersten Jahr derzeit weitere 307.000 Euro geltend machen oder auf bis zu 10 Jahre verteilen. Bitte beachten Sie dabei die Voraussetzung, dass das Kapital der Stiftungsgründung innerhalb von 12 Monaten in das Stiftungsvermögen fließen muss.

Unter rechtlichen Gesichtspunkten handelt es sich dabei um eine sog. "unselbständige Stiftung". Eine solche Stiftung kann Ihren Namen tragen und hat eine von Ihnen festgelegte Stiftungssatzung.

         

Befreiung von der Erbschafts- und Schenkungssteuer

Soweit ererbtes oder geschenktes Vermögen innerhalb von 24 Monaten einer steuerbegünstigten Stiftung zugewendet wird, werden die Erben oder Beschenkten rückwirkend von der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer befreit.

 Zu guter Letzt

Gemeinnützige Organisationen dürfen selbst keine Rechtsberatung übernehmen. Dies ist Aufgabe der Steuerberater, Rechtsanwälte und Finanzämter. Dennoch können Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema nicht nur bei den jeweiligen Stiftungen erhalten, sondern auch bei:

  Evangelisch-Lutherische Landeskirchenstelle
Bischof-Meiser-Strasse 16
91522 Ansbach
Tel. 0981-96991 -159 / -147,
E-mail: Landeskirchenstelle@elkb.de