Religionsunterricht - Antrag auf Teilnahme

Antrag auf Teilnahme (Anmeldeformular) - Abmeldung
Bayerische Schulordnung § 27 vom 01.08.2018 http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchO2016-27

Teilnahme am Religionsunterricht

Der Religionsunterricht wird grundsätzlich nach Bekenntnissen getrennt erteilt. Schülerinnen und Schüler besuchen den Religionsunterricht, der für ihr Bekenntnis eingerichtet ist.
Teilnahme von Schülern ohne Bekenntnis oder anderer Bekenntnisse
Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören oder für deren Religionsgemeinschaft Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach für die betreffende Schulart an öffentlichen Schulen in Bayern nicht eingerichtet ist,
können auf Antrag am Religionsunterricht eines Bekenntnisses als Pflichtfach nach Maßgabe der Schulordnungen für die einzelnen Schularten unter folgenden Voraussetzungen teilnehmen BaySchO § 8,4:
- schriftlicher Antrag der Erziehungsberechtigten bzw. des volljährigen Schülers an den Schulleiter;
- kein Entgegenstehen zwingender schulorganisatorischer Gründe;
- Zustimmung der zuständigen Stelle der Kirche oder Religionsgemeinschaft, für deren Bekenntnis der betreffende Religionsunterricht eingerichtet ist; diese Stelle bestimmt sich nach dem Recht dieser Religionsgemeinschaft (kath.: örtlich zuständiges Ordinariat, ev.: örtlich zuständiger Dekan bzw. Schulreferenten);
- bei Schülern eines anderen Bekenntnisses ist dem Antrag zusätzlich das schriftliche Einverständnis der zuständigen Stelle der Religionsgemeinschaft beizufügen, der die betreffenden Schüler angehören.
Wenn die Zustimmung der zuständigen Stelle(n) vorliegt, spricht der Schulleiter die Zulassung zur Teilnahme aus, die für die Besuchsdauer der betreffenden Schulart gilt, soweit nicht die Zustimmung einer beteiligten Religionsgemeinschaft widerrufen wird.
Die Schüler erhalten im Zeugnis eine Note in diesem von ihnen tatsächlich besuchten konfessionellen Religionsunterricht, unabhängig von der eigenen Bekenntniszugehörigkeit.

Eine Zuweisung bekenntnisloser oder einem anderen Bekenntnis angehörender Schüler zum Religionsunterricht zur bloßen Beaufsichtigung ist nicht zulässig. (Bekanntmachung des Ministeriums für Unterricht und Kultus vom 21.10.2009 (KMS VI.2-5 S 4402.1/6/5)

Formular "Antrag zur Teilnahme am evang. Religionsunterricht", PDF 18 KB

Religionsunterricht - Abmeldung

Unsere Religionslehrkräfte geben gerne evangelische Religion und wollen allen Kindern/Jugendlichen gerecht werden. Falls es zu Konflikten zwischen ihrem Kind/Jugendlichen und der Religionslehrkraft kommen sollte, bitten wir Sie, das Gespräch zu suchen und eine Klärung herbeizuführen. Besonders schade ist es, wenn Sie aus einer Verärgerung heraus ihr Kind vom Religionsunterricht abmelden möchten.

Wenn die Abmeldung innerhalb des Schuljahres erfolgt, ist das Vorliegen „wichtiger Gründe“ verlangt. Die Entscheidung darüber, was „wichtige Gründe“ sind, fällt in das Ermessen der Schulleitung. Wichtig ist ein Grund in der Regel dann, wenn er in unmittelbarem Zusammenhang mit der religiösen, ethischen oder weltanschaulichen Einstellung des Schülers/Schülerin oder der Erziehungsberechtigten steht. Verärgerung über eine bestimmte Religionslehrkraft, ein ungünstiger Stundenplan oder eine schlechte, auch eine das Vorrücken gefährdende Zensur sind solche „wichtigen Gründe nicht.

Falls Sie aus triftigen Gründen Ihr Kind vom evangelischen Religionsunterricht abmelden möchten, müssen Sie mehrere Regularien beachten. Nachfolgend die gesetzlichen Grundlagen:

Abmeldung vom Religionsunterricht

Der Religionsunterricht ist nach der Bayerischen Verfassung und dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) an den Schulen ordentliches Lehrfach. Grundsätzlich besuchen Schülerinnen und Schüler den Religionsunterricht, der für ihr Bekenntnis eingerichtet ist. Es besteht jedoch das Recht, sich vom Religionsunterricht abzumelden (Art. 137 Abs. 1 BV; Art. 46 Abs. 4 BayEUG; Art. 7 Abs. 2 GG). Die Abmeldung bedarf der schriftlichen Willenserklärung der Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers (BaySchO § 8, 3.5-8). Das entsprechende Schreiben ist dem Schulleiter zu übermitteln, welches bewirkt, dass der Schüler aufgrund dieser Erklärung von der Teilnahme befreit ist.

An allen allgemein bildenden Schulen muss die schriftliche Abmeldung vom Religionsunterricht spätestens am letzten Unterrichtstag eines Schuljahres mit Wirkung ab dem folgenden Schuljahr eingereicht werden. Bei allen anderen spätestens innerhalb der ersten zwei Wochen nach Unterrichtsbeginn erfolgen
Die Abmeldung gilt für die Zeit des Verbleibens an der betreffenden Schule, solange sie nicht widerrufen wird.
Im Falle der ordnungsgemäßen Abmeldung wird für die betreffenden Schüler
das Fach Ethik zum Pflichtfach.

GG = Grundgesetz
BV = Bayerische Verfassung
BayEUG = Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen
BaySchO= Bayerische Schulordnung
KMS = Bekanntmachung des Ministeriums für Unterricht und Kultus